Leistungen·Altersvorsorge·Privatrente / Schicht 3

Flexible PrivatrentePrivatrente / Schicht 3.

Teil von Altersvorsorge

Privatrente ist liquide und vererbbar; Rürup hat den höheren Steuer-Effekt in der Aktiv-Phase. Die richtige Mischung hängt von Lebensplanung, Steuersatz und Erbschafts-Strategie ab.

D-G6Q0-5JGKL-48Vermittlerregister§34d Abs. 1 GewO· IHK Region Stuttgartseit 15.02.2020· ~600 Mandanten
EA

Ebubekir Asci

Versicherungsvermittler §34d Abs. 1 GewO · IHK-Sachkundenachweis · Mehrere Gesellschaften

17 %

Ertragsanteils-Besteuerung bei 67

§22 EStG · Renten-Beginn

Kapitalwahl

Auszahlung als Einmal oder Rente

vor Renten-Beginn entscheiden

voll vererbbar

Anders als Rürup/Riester

Bezugsrecht frei wählbar

Das Wichtigste in Kürze

Privatrente: ungefördert, dafür liquide (Kapitalentnahme möglich), vererbbar, mit Halbeinkünfte-Verfahren in der Auszahlphase steuergünstig. Rürup: bis 29.344 € Sonderausgaben-Abzug 2026, dafür keine Kapitalauszahlung und nur eingeschränkt vererbbar. Häufig ist die Kombination beider Bausteine wirtschaftlich klüger als eine Einzel-Lösung. Tarif-Auswahl aus mehreren Gesellschaften für Privat und Gewerbe.

Liquidität als Hauptunterschied

Wer mit 50 plötzlich Bedarf an einer größeren Geldsumme hat — für Hauskauf, Studienkostenfinanzierung der Kinder oder Praxis-Investition — kann aus einer Privatrente Kapital entnehmen. Die Vertrags-Mechanik erlaubt Teilrückkäufe, vollständigen Rückkauf oder Beleihung. Bei Rürup ist all das ausgeschlossen: das Vermögen bleibt bis zum Renteneintritt gebunden, wird dann ausschließlich als monatliche Rente ausgezahlt. Diese starre Struktur ist für den Pfändungsschutz wertvoll, aber wirtschaftlich nur tragbar bei ausreichender alternativer Liquidität.

Steuer-Effekt — wann Rürup, wann Privatrente vorne liegt

Der Rürup-Steuer-Effekt ist in der Aktiv-Phase größer: 100-prozentiger Sonderausgaben-Abzug, bei Spitzensteuersatz 42 % bedeutet das pro 1.000 € Beitrag eine Steuer-Ersparnis von 420 €. In der Auszahlphase wird die Rürup-Rente voll mit dem persönlichen Steuersatz besteuert. Privatrente: keine Förderung in der Aktiv- Phase, dafür Halbeinkünfte-Verfahren in der Auszahlphase. Wer im Ruhestand mit hohen Einkünften rechnet, kann mit Privatrente netto besser fahren — wer im Ruhestand stark in den niedrigen Steuersatz fällt, profitiert eher von Rürup.

Tarif-Vergleich aus mehreren Gesellschaften — was wir prüfen

Tarif-Auswahl aus mehreren Versicherungsgesellschaften für Privat und Gewerbe ermöglicht uns einen Vergleich mehrerer Versicherer für beide Produktarten. Wir prüfen: Effektivkosten (PRIIPs-Kosteninformation), Garantie-Komponente (klassisch / fondsgebunden / hybrid), Rentenfaktor (garantiert vs. aktuell prognostiziert), Hinterbliebenen-Anwartschaft, Beitrags- Flexibilität (Sonderzahlungen, Beitragspause), Berufsunfähigkeit als Zusatzbaustein und die Auszahl-Optionen (monatlich, jährlich, einmalig, zeitlich begrenzt). Die individuelle Bedarfsanalyse bringt das Lebens-Szenario mit den Tarif-Strukturen zusammen.

Hybrid-Strategie — die häufigste Empfehlung

Selbstständige mit hohem Steuersatz fahren oft am besten mit einer Mischung: ein Teil des Altersvorsorge-Budgets fließt in einen Rürup-Vertrag (Steuer-Effekt + Pfändungsschutz), der andere Teil in eine Privatrente (Liquidität + Vererbbarkeit). Die Gewichtung (z. B. 60 % Rürup / 40 % Privatrente) wird je nach Steuersatz, Familiensituation und Erbschafts-Plan kalibriert. Einmal pro Jahr überprüfen wir die Aufteilung und passen Sonderzahlungen je Steuer-Lage an.

Häufige Fragen zur Privatrente

Was ist der Hauptunterschied zwischen Privatrente und Rürup?

Die Privatrente (auch private Rentenversicherung) ist ungefördert, dafür flexibel: Kapitalauszahlung möglich, frei vererbbar, jederzeit beleihbar. Die Rürup-Rente ist staatlich gefördert (Sonderausgaben-Abzug bis 29.344 € jährlich für Singles 2026), dafür starr: keine Kapitalauszahlung, nur eingeschränkt vererbbar, nicht beleihbar. Die Wahl hängt von Steuersatz, Liquiditätsbedarf und Erbschafts-Plänen ab. Häufig ist eine Kombination beider Bausteine wirtschaftlich am besten.

Wie wird die Privatrente in der Auszahlphase besteuert?

Bei einer Kapitalauszahlung der Privatrente nach mindestens 12 Jahren Vertragslaufzeit und nach dem 62. Lebensjahr greift das Halbeinkünfte-Verfahren (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG): Nur die Hälfte des Ertrags ist mit dem persönlichen Steuersatz steuerpflichtig — das ist deutlich günstiger als die volle nachgelagerte Besteuerung bei Rürup. Bei monatlicher Verrentung greift der Ertragsanteil nach Lebensalter (z. B. 18 % bei Beginn mit 65) — auch das ist günstiger als die Rürup-Rente.

Hat die Privatrente einen Garantiezins?

Ja — klassische Privatrenten haben einen gesetzlich festgelegten Höchstrechnungszins (für Neuabschlüsse 2026 bei 1,0 % bzw. 0,5 % je nach Tarifvariante). Fondsgebundene Privatrenten verzichten auf den Garantiezins zugunsten höherer Renditechancen über ETFs oder aktive Fonds. Hybride Tarife kombinieren Garantie-Komponente und Fonds-Komponente. Welche Variante zur persönlichen Risikoneigung und Anlagedauer passt, klären wir in der individuellen Bedarfsanalyse aus dem Vergleich mehrerer Gesellschaften.

Wann lohnt sich eine Kombination aus Privatrente und Rürup?

Eine Kombination ist oft sinnvoll, wenn Sie als Selbstständige mit hohem Einkommen den vollen Rürup-Sonderausgaben-Abzug ausschöpfen wollen, aber zusätzlich Liquidität für mittelfristige Zwecke (Hauskauf, Bildungsausgaben, größere Anschaffungen) und für die Vererbung an Erben brauchen. Die Aufteilung — z. B. 60 % Rürup für Steuer-Effekt, 40 % Privatrente für Liquidität — wird in der individuellen Bedarfsanalyse je Lebensphase abgestimmt.

Was kostet eine Privatrente in Stuttgart?

Privatrente-Verträge sind frei skalierbar: Mindestbeiträge ab etwa 25 €/Monat, Höchstbeiträge praktisch unbegrenzt, Sonderzahlungen und Beitragsfreistellungen jederzeit möglich. Die Kostenstruktur unterscheidet sich erheblich zwischen Versicherern — Abschlusskosten 2,5 % auf die Beitragssumme sind branchenüblich, dazu Verwaltungs- und Fondskosten. Eine seriöse Bedarfsanalyse macht die Kostenquote (Effektivkosten) transparent — Effektivkosten unter 1,5 % pro Jahr gelten als wettbewerbsfähig. Tarif-Auswahl aus mehreren Gesellschaften ermöglicht den Vergleich.

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