Wie der Bank-Bündel-Verkauf funktioniert
Beim Hypothekentermin im Stuttgarter Bank-Filiale liegt die Restschuldversicherung als Standard-Anhang auf dem Tisch. Die Versicherungssumme entspricht zu Beginn dem Kreditbetrag und sinkt mit jeder Tilgungsrate parallel zur Restschuld. Bezugsberechtigter ist die kreditgebende Bank — sie tilgt im Todesfall des Versicherungsnehmers den Kredit aus der Versicherungssumme. Klingt einfach, hat aber zwei Schwächen: erstens ist die Provisions-Marge beim Bank-Vertrieb deutlich höher als beim Direkt-Vertrieb einer separaten Risiko-LV, zweitens haben die Hinterbliebenen am Ende einen schuldenfreien Kredit, aber kein zusätzliches Kapital für Lebensunterhalt.
Was die separate Risiko-LV besser kann
Konstante Versicherungssumme
Bei einer separaten Risiko-LV bleibt die Versicherungssumme über die gesamte Laufzeit konstant — bei einer fallenden Variante sinkt sie linear, bei einer konstanten Variante hingegen nicht. Familien wählen oft eine Versicherungssumme, die deutlich über die Restschuld hinausgeht und zusätzlich Lebensunterhalt für mehrere Jahre puffert.
Freies Bezugsrecht
Anders als bei der Restschuld-LV legen Sie selbst fest, an wen die Versicherungssumme im Todesfall fließt. Mit Kreuz-Bezugsrecht (jeder Partner Versicherungsnehmer auf das Leben des anderen) umgehen Sie Erbschaftsteuer und Nachlass-Verzögerung. Die Bank kann alternativ als Sicherungs-Abtretung eingebunden werden, ohne selbst Bezugsberechtigter zu sein.
Wechsel ohne Lücke planen
Wer aus einer bestehenden Restschuldversicherung in eine separate Risiko-LV wechseln möchte, sollte erst die neue Police annehmen lassen, dann die Restschuld-LV widerrufen oder kündigen. Innerhalb der ersten 30 Tage nach Vertragsschluss greift das gesetzliche Widerrufsrecht nach § 8 VVG. Verwandte Themen findest du auf der Pillar-Seite zur Risikolebensversicherung und in der Schwester-Seite Risiko-LV für junge Familien.